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Solidarität
Solidaritätserklärungen
Dienstag, 2. Januar 2007
Nach den ersten Drohungen des Rektorats im Dezember 2006, das besetze Querforum West räumen zu lassen haben sich eine Vielzahl regionaler und überregionaler Initiativen, Vereine und Parteien mit der FUB solidarisiert. Wir danken Euch allen für eure Unterstützung! Es folgt eine (unvollständige) Auswahl der Solidaritätserklärungen und offener Briefe:


30.12.2006
Schöner Wohnen in Bochum (SWIB)
Solidarität mit der Freien Uni Bochum

Am 22. Mai 2006 gründete sich die Freie Universität Bochum (FUB). Hervorgegangen aus dem legitimen Protest gegen Studiengebühren, Bildungs- und Sozialabbau sowie das Hochschulfreiheitsgesetz, hat die FUB das Querforum West, welches sie bis zum jetzigen Zeitpunkt beherbergt, zu einem zentralen Punkt des studentischen Lebens auf dem Campus der Ruhr-Universität gemacht. Zahlreiche Veranstaltungen, deren Spektrum von Vorträgen, Seminaren und Lesungen über praxisorientierte Workshops bis hin zu Konzerten oder dem wöchentlichen FUB-Café reicht, wurden in den vergangenen sieben Monaten durch die Freie Universität ermöglicht. Darüber hinaus bietet die FUB auch wissenschaftlichen Thematiken ein Forum, denen im regulären Universitätsbetrieb immer weniger Platz eingeräumt wird. Dies ist in einer Zeit, in der das humboldtsche Bildungsideal zunehmend zugunsten wirtschaftlicher Gesichtspunkte zurückgedrängt wird, von besonderer Bedeutung.
Die FUB stellt eine wertvolle Bereicherung für das kulturelle, soziale und auch wissenschaftliche Angebot der Ruhr Universität dar und ist somit unter allen Umständen zu schützen und zu erhalten. Die Bestrebungen des Rektorats der RUB, die Aktiven der Freien Universität als „Hausbesetzer“ zu kriminalisieren und eine Räumung des Querforums durch die Polizei zu provozieren, sind auf das Schärfste zu verurteilen.
Wir erklären hiermit unsere volle Solidarität mit der Freien Universität Bochum und fordern Rektor Elmar Weiler eindringlich auf, die gestellte Anzeige wegen Hausfriedensbruch zurückzuziehen und die Verhandlungen mit der Freien Universität wieder aufzunehmen.

Schöner Wohnen in Bochum – Liste zur Förderung der Lebensqualität der Studierenden an der RUB


23.12.2006
Soziale Liste im Rat der Stadt Bochum
Solidaritätserklärung - Freie Uni muß erhalten bleiben!

„Die Bundesrepublik ist ein demokratischer und sozialer Bundesstaat“, heißt es in Artikel 20 des Grundgesetzes. In Artikel 5 (3) wir die „Freiheit von Kunst und Wissenschaft, Forschung und Lehre“ erklärt. Wie demokratisch und frei aber sind Wissenschaft, Forschung und Lehre, wenn die Höhe des Einkommens über die Möglichkeit zum Studium entscheiden?
Der Kampf gegen die Studiengebühren ist ein gerechter Kampf. Das den Herrschenden wiedereinmal nur der Ruf nach der Obrigkeit und dem Polizeiknüppel einfällt, um politische und soziale Auseinandersetzungen zu führen, hat in Bochum leider Tradition. Umso notwendiger ist die Solidarität mit der freien Uni in Bochum. Wir wollen gerne mithelfen, diesen Solidaritätsgedanken auch in weitere Betrieb und Gewerkschaften zu tragen.

Solidarität hilft siegen - Die freie Uni Bochum muß bleiben!

Soziale Liste im Rat, Günter Gleising
Soziale Liste Bochum, Jürgen Bargmann


23.12.2006
Katharina Schwabedissen, Sprecherin WASG NRW
Antwort auf „Ungewöhnliche Weihnachten in der Freien Uni Bochum“

Liebe Leute in der FUB!

Ich wünsche Euch Allen frohe Feiertage mit dem üblichen Grün der Tanne und nicht dem der staatlichen Ordnungsmacht! Wenn das Jahr 2006 etwas Gutes gebracht hat, dann die Gründung der Freien Uni!

Liebe Grüße an Euch alle Katharina (Schwabedissen)


22.12.2006
Rainer Einenkel, Betriebsratvorsitzender Werke Bochum
Gegen Studiengebühren und für den Erhalt der Freien Uni Bochum

Sehr geehrter Prof. Dr. Weiler,

am Mittwoch, dem 20. Dezember 2006, hatte ich erneut die Gelegenheit, mit Vertretern des ASta und der Freien Uni Bochum über die aktuelle Auseinandersetzung zu sprechen. Für mich war sehr beeindruckend, mit welcher Ernsthaftigkeit, Verantwortlichkeit und Kreativität die Studierenden für ihre berechtigten Forderungen eintreten.

In dieser Auseinandersetzung unterstützen ich und meine Betriebsrats- und Gewerkschaftskollegen von Opel ohne Einschränkung die Forderung der Studierenden nach Abschaffung der Studiengebühren sowie in ihrem Bemühen, die Freie Uni Bochum aufrechtzuerhalten. Durch ihr vielfältiges und alternatives Angebot ist die Freie Uni Bochum zu einem wichtigen sozialen Faktor für die Menschen der Universität, der Betriebe und der ganzen Region geworden.

Die Ruhr-Uni hat eine starke Tradition als Bildungsstätte für Menschen aus Arbeiter- und Angestelltenfamilien. Viele Kinder von OpelarbeiterInnen haben hier studiert oder studieren derzeit. Gleichzeitig gibt es eine enge Verbundenheit zwischen dem Lehrbetrieb und den Herausforderungen in dieser Region. Das hat diese Universität bekannt und für viele attraktiv gemacht.

Studiengebühren gefährden diese feine Gefüge. Junge Menschen aus sozial schwächeren Familien werden besonders belastet und auf diese Weise von Bildung ausgeschlossen. Diese Wirtschaft und diese Region kann und darf es sich nicht leisten, auf diesem kalten Weg auf die Qualifikation vieler Menschen zu verzichten. Darum ist die Forderung nach Abschaffung von Studiengebühren gerechtfertigt.

Ich appelliere an Sie, alles zu tun, damit es zu einer Verhandlungslösung kommt und ein Polizeieinsatz vermieden wird. Die politische Verantwortung des Polizeieinsatzes würde bei Ihnen liegen, da Sie mit Ihrer Strafanzeige wegen angeblichen Hausfriedensbruchs die Voraussetzungen dafür geschaffen haben. Eine gewaltsame Lösung würde unermeßlichen Schaden für das Ansehen der Ruhr-Uni sowie aller Beteiligten nach sich ziehen.

Ich bitte Sie, die Strafanzeige zurückzunehmen und gemeinsam mit den Studierenden nach einer einvernehmlichen Lösung zu suchen. In den Gesprächen mit den Studentinnen wurde mein Eindruck bestätigt, dass diese weiterhin eine politische und gewaltfreie Lösung des Konfliktes wollen.

Auch wenn ich aus meiner Sympathie für die Studierenden und gleichzeitiger Ablehnung der Studiengebühren kein Geheimnis mache, biete ich dennoch meine Mithelfe an, um als "Außenstehender" an einer Konfliktlösung mitzuhelfen. Sollte Ihrerseits Interesse daran bestehen, können Sie mich jederzeit telefonisch oder über mail erreichen.

Mit freundlichen Gruessen
Rainer Einenkel
Betriebsratsvorsitzender Werke Bochum


22.12.2006
Attac Campus Bochum
Pressemitteilung - Attac Campus Bochum weist die „Herr-im-Haus“-Pose des RUB-Rektors Weiler zurück.

Für Unmut bei der Bochumer attac campus-gruppe sorgt die Rhetorik, mit der das Rektorat der Bochumer Ruhr-Universität (RUB) ihre Forderung nach Räumung der Freien Uni Bochum (FUB) vertritt.

Die GlobalisierungskritikerInnen an der RUB sehen darin die Folgen der Neubestimmung im Verhältnis der RUB gegenüber ihren StudentInnen: Als KundInnen - nicht als Teil der Hochschule.

Anlass zu dieser Befürchtung gibt eine mit „Besetzung wird nicht geduldet“ überschriebene Erklärung der RUB, der zufolge Rektor Weiler den Strafantrag gegen die „Besetzer“ des Querforums West nicht zurückziehen werde. „Rektor Weiler verhält sich wie ein Wirt, der als Herr-im-Haus die Polizei gegen verspätete ZecherInnen zu Hilfe ruft. Und nicht wie ein Rektor gegenüber Angehörigen er eigenen Hochschule“, so eine Sprecherin von attac campus bochum: „Offenbar hat Rektor Weiler schon die Rolle eines Dienstleisters verinnerlicht, die die GebührenbefürworterInnen den Hochschulen zuweisen. Da sind die Studis dann bloß noch KundInnen und Streitigkeiten ein Fall für Polizei und Gerichte.“

Stellungnahme eingefordert: Sind wir noch Teil der Hochschule?

Attac Campus sieht dabei besonders den vom Rektorat verwendeten Begriff „Besetzer“ als unangemessen an:

„BesetzerInnen ziehen in fremde Häuser ein, etwa um auf Leerstand hinzuweisen. Die FUB-AktivistInnen aber sind Teil der Hochschule und haben jedes Recht darauf, angemessen am eigenen Haus beteiligt zu werden“ erläuterte eine Sprecherin. Sie forderte vom Rektorat eine Stellungnahme ein: „Was sieht das Rektorat in den StudentInnen? Sind wir noch Teil der Hochschule?“

Attac Campus Bochum ruft alle StudentInnen auf, sich von der Einführung von Studiengebühen nicht in die Rolle von KundInnen drängen zu lassen, sondern sich verstärkt als forschend lernender Teil der Hochschule in die Belange der Universität einzumischen: In der FUB, in den Initiativen an der Hochschule sowie in den Fachschaften und in den akademischen Gremien.

Attac Campus Bochum


22.12.2006
Kontsantin Decker, AK Studiengebühren der FSVV der Uni Tübingen
Soli-Grüße aus Tübingen

Hallo FUB,

ich übersende euch solidarische Grüße im Namen des Arbeitskreises Studiengebühren der Fachschaftenvollversammlung der Universität Tübingen.

Großartig, was ihr bisher auf die Beine gestellt habt. Macht weiter so und lasst euch nicht entmutigen.


22.12.2006
Allgemeiner Studierendenausschuss der Universität Paderborn
Solidaritätserklärung des AStA Paderborn mit der FUB

Mit Befremden hat der AStA Paderborn die diversen Ultimaten und Räumungsdrohungen der Bochumer Hochschulleitung gegen die Aktiven der Freien Uni zur Kenntnis genommen.

Wir appellieren eindringlich an die Hochschulleitung der RUB, dem selbstverantwortlichen und ehrenamtlichen Engagement der zahlreichen Aktiven der FUB mit einer gewissen Dankbarkeit zu begegnen. Hier besteht die seltene Möglichkeit, das Spektrum Ihrer Universität um einen wertvollen und dabei auch kostengünstigen Beitrag zu erweitern.

Wir halten es für unerlässlich, dass die FUB weiter im Querforum West verbleibt, solange keine vergleichbaren Räumlichkeiten zur Verfügung stehen.

Wir wünschen allen Aktiven der FUB den Durchhaltewillen und das Standvermögen, ihr alternatives Veranstaltungsprogramm trotz aller Widrigkeiten fortzuführen und auszubauen.

Mit freundlichen Grüßen,
Christian Hachmann für den AStA Paderborn


21.12.2006
Sevim Dagdelen, Mitglied des Deutschen Bundestages
Solidarität aus der Haupstadt - Brief hier herunterladen


20.12.2006
Fachschaftsrat Sozialwissenschaft an der RUB
EILIG: Stellungnahme des FSR-Sozialwissenschaft zur FUB

Sehr geehrter Prof. Dr. Weiler,

auf der heutigen Sitzung des Fachschaftsrats Sozialwissenschaft (FSR Sowi) wurde folgende Stellungnahme zur aktuellen Situation an der Freien Uni Bochum (FUB) beschlossen:

Wir haben in den letzten Tagen die angespannte Lage zwischen Ihnen – dem Rektorat – und der Freien Uni Bochum zur Kenntnis genommen. Der FSR Sowi unterstützt grundsätzlich das Projekt FUB und hat am 12.11.2006 den offenen Brief der FUB an das Rektorat mit unterzeichnet. Aus unserer Sicht stellt die FUB eine Bereicherung für die Ruhr-Universität Bochum da und fördert eine kritische Betrachtung hochschulpolitischer und gesamtgesellschaftlicher Themen.

Wir fordern Sie als gewählter Vertreter aller Statusgruppen der RUB auf, unser Anliegen zu unterstützen und sich konstruktiv um eine Entspannung der aktuellen Situation zu bemühen. Eine Lösung in beidseitigem Einvernehmen sollte dabei im Interesse aller Beteiligten sein. Dies ist aus unseren Augen nicht möglich, wenn täglich neue Ultimaten an die Aktiven der FUB gerichtet werden! Wir halten eine polizeiliche Räumung der FUB für fatal! Dies würde zu einer weiteren Eskalation der Lage führen und die Vertrauensbasis der Studierenden zum Rektorat langfristig schädigen.

Wir hoffen daher, dass Sie sich Ihrer Verantwortung als Rektor bewusst sind und zu ergebnisorientierten Gesprächen zurückkehren.

Ihr FSR Sowi


20.12.2006
Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Bochum
Solidaritätserklärung der GEW

Die Gwerkschaft Erziehung uns Wissenschaft Bochum erklärt sich solidarisch mit der Freien Uni Bochum und fordert die Verantwortlichen der Ruhr-Universität Bochum dazu auf, den Akteur/innen der Freien Uni auf dem Campus der RUB eine tragfähige Lösung für die erfolgreiche Weiterführung der FU anzubieten.

Studierende werden aktiv, kreativ, gestalten und veranstalten als konstruktiver Protest gegen Sudiengebühren und Einschränkung der Freiheit von Forschung und Lehre. Die destruktive Reaktion der RUB-Verantwortlichen darauf spricht dem allgemeinen Gejammer um Politikverdrossenheit Hohn. Die Freie Uni auf dem Campus der RUB ist zu einer Institution geworden, die erhalten werden muss. Wo fragwürdige Reglementierungen den Studienverlauf immer mehr einengen, ist das Begehren nach Freiräumen eine berechtigte und sehr verständliche Forderung.

Die GEW appelliert an die Leitung der Ruhr-Universität Bochum: Garantieren Sie den Vorbestand der Freien Uni Bochum auf dem Campus der RUB!


20.12.2006
alternative liste an der Ruhr Universität Bochum
Solidaritätsadresse an die Freie Universität Bochum

Die alternative Liste der Ruhr-Universität Bochum erklärt sich mit diesem Schreiben in vollem Umfang mit den Studierenden der Freien Universität Bochum solidarisch.

In der Geschichte der Ruhr-Universität gab es bislang selten ein Projekt von Studierenden für Studierende dieses Ausmaßes. Die Freie Universität Bochum hat sich seit ihrem Bestehen konsequent für die Studierenden der Ruhr Universität eingesetzt. Mit ihrer Gründung im Mai des Jahres 2006 hat sie sich auf dem Campus der RUB als zentrale Protestplattform gegen die Einführung der Studiengebühren etabliert.

Dieser Protest wurde in vielfältigen Aktionsformen engagiert und kreativ zum Ausdruck gebracht. Allein die Tatsache, dass es einen Raum an einer Universität gibt, in dem ohne Kosten frei und selbst bestimmt gelernt und gelehrt werden kann, spricht für die Freie Universität. Die grundgesetzlich garantierte Freiheit von Forschung und Lehre muss allen Studierenden zu Gute kommen, und dafür setzt sich die Freie Uni ein. Die alternative Liste setzt sich seit ihrem Bestehen 1998 dafür ein und unterstützt daher die Freie Uni in ihrem Bestreben nachdrücklich.

Aber die Freie Uni Bochum ist nicht im Prozess des reinen Pfründewahrens studentischer Interessen stecken geblieben. Die in ihrem alternativen Vorlesungsverzeichnis angebotenen Veranstaltungen und Seminare beschäftigten sich in hohem Maße mit einem gesamtgesellschaftlichen Rahmen, der seines Gleichen sucht. Welche studentische Initiative fragt heute noch nach den sozialpolitischen Auswirkungen eines Harz-IV Gesetzes? Welche nach Datenschutz? Welche nach der Einschränkung von humanitären Rechten in Europa und darüber hinaus? Die Freie Uni schaut über den Tellerrand des universitären Elfenbeinturms hinaus. Sie schafft die von der Gesellschaft geforderte Interdisziplinarität des studentischen Denken.

Dabei haben sich die Studierenden der Freien Uni Bochum von Anfang an eine heutzutage viel zu selten vorkommende Organisationsform gegeben. Die alternative Liste begrüßt ausdrücklich die basisdemokratische Struktur der Freien Uni Bochum. Entscheidungen werden in einem Plenum im Konsensverfahren gelöst. Es gibt keine Mehrheitsentscheidungen. Jede Meinung wird berücksichtigt und ein Entschluss kann nur dann gefällt werden, wenn es keine Person gibt, die sich in der Minderheit fühlt.

Zusätzlich hat die Freie Uni Bochum etwas geschafft, was es noch nie gab. Die dauerhafte Manifestation studentischen Lebens und Kultur auf dem Campus der Ruhr Universität Bochum. Endlich ist der Campus einmal mit Leben rund um die Uhr erfüllt. Eine Campusuniversität, die seit über 40 Jahren existiert und zudem weitab des städtischen Lebens in Querenburg, am Rande von Bochum steht, sollte so etwas honorieren und diese Keimzelle studentischen Lebens nicht mit fadenscheinigen Argumenten ersticken.

Daher fordert die alternative Liste der Ruhr-Universität Bochum das Rektorat auf, die studentische Initiative Freie Universität Bochum in vollem Umfang zu unterstützen und das ehemalige Querforum West den Studierenden für immer zu überlassen.

i.A.: Die aktiven Studierenden in der alternativen Liste


20.12.2006
Linke Liste an der Ruhr-Uni in Bochum
LiLi erklärt sich mit Freier Uni solidarisch

Die Linke Liste an der Ruhr-Universität Bochum solidarisiert sich mit der Freien Uni Bochum und fordert die Universitätsverwaltung auf, ihre Räumungsaufforderung zurückzuziehen und der „FUB“ ein angemessenes Raumangebot zu unterbreiten, mit dem der Betrieb weiter gesichert werden kann.

Die Freie Uni, im Mai 2006 aus dem Studiengebührenprotest entstanden, ist ein beispielloses Projekt dafür, wie auch innerhalb einer Universität Bildung im ursprünglichen Sinne betrieben werden kann. Veranstaltungen, selbstorganisiert, und mit Inhalten, die die Ruhr-Universität nicht bieten kann sind eine Bereicherung im Alltag und fördern die Beteiligungskultur der Studierenden.

Gerade hier bietet sich auch die Möglichkeit, für Menschen die durch das bundesdeutsche Bildungssystem strukturell benachteiligt worden sind, sich trotzdem weiterzubilden und sich aktiv in den Universitätsalltag einzubringen. Die Freie Uni nimmt daher eine Rolle ein, die die Universität nach der Einführung von Studiengebühren und der immer weiteren Verknappung von Studieninhalten offensichtlich nicht leisten kann oder will.

Wir finden: Das ist ein Projekt, welches in dieser Form förderungswürdig ist und erwarten hier von der Universitätsleitung eine angemessene Unterstützung.

Das jetzt hier unter dem Vorwand des Brandschutzes dieses Projekt hinterrücks eingestampft werden soll ist wenig zielführend und einer Universitätsleitung nicht würdig. Es hinterlässt den faden Beigeschmack, dass die Verhandlungen, die bisher mit den AktivistInnen der FUB geführt worden sind nur ein Vorwand waren, um die RUB-Leitung in der Presse gut aussehen zu lassen. Eine Räumung dieser Initiative hingegen kann nur als Armutszeugnis der Universitätsleitung gewertet werden.


19.12.2006
AStA der J. W. Goethe-Uni Frankfurt
Solidaritätserklärung

Mit Schrecken hat der AStA der Universität Frankfurt/Main zur Kenntnis genommen, dass das Rektorat der Ruhr- Universität Bochum sich entschlossen hat, den legitimen und gewaltfreien Protest der eigenen Studierenden notfalls auch gewaltsam zu unterdrücken.

Seit geraumer Zeit stellt die Freie Uni Bochum ein wertvolles Forum für die demokratische Willensund Meinungsbildung im Rahmen studentischer Proteste dar. Durch zahlreiche Veranstaltungen, wie Lesungen, Diskussionen aber auch Feiern wurde die politische Bildung der Studierenden Bochums gefördert sowie eine bis dahin nicht gekannte Vernetzungsstruktur auf Bundesebene gefördert. Auf bundesweiten Camps waren die Studierenden der FUB großartige Gastgeber aber auch gern gesehene Gäste. Gerne denken wir an unsere Aufenthalte in Bochum zurück. Wir erinnern uns aber auch ebenso freudig, dass wir immer wieder Unterstützung aus Bochum erhielten.

Im Rahmen der Proteste gegen Studiengebühren sind wir alle Opfer staatlicher Repressionen geworden. Eine Räumung der FUB würde allerdings eine neue Stufe dieser Repressionen darstellen.

Eine Räumung der FUB ist nicht hinnehmbar!
Studiengebühren verhindern!
Repressionen geschlossen entgegentreten!

Für den AStA der JWGU Frankfurt/Main
Manuel Hagen
Referent für Fachschaftenkoordination


19.12.2006
Die Linke.Hochschulgruppe an der RUB
Solitarität mit der FUB

Die seit Montag, 18. Dezember bestehende Die Linke.Hochschulgruppe Bochum erklärt sich solidarisch mit den Aktiven der Freien Uni Bochum. Die FUB ist ein einzigartiger Freiraum für alle Studierenden und InteressentInnen, die an den zahlreichen Veranstaltungen teilnehmen wollen oder einfach für eine Stunde zu Besuch kommen möchten. Die FUB schafft eine kreative Atmosphäre, die durch den neoliberalen Umbau der Hochschulen im normalen Unibetrieb eingeschränkt wurde.

Deshalb sprechen wir uns für einen Erhalt der FUB in einem Rahmen aus, der all das weiterhin ermöglicht. Der FUB muss von der Universitätsleitung mindestens ein Raum angeboten werden, der das jetzige Verantsaltungsangebot nicht einschränkt.

Die bisher angebotenen Räume sind nicht akzeptabel.

Die FUB bleibt!

Sarah Nagel im Namen der Die Linke.Hochschulgruppe an der RUB


19.12.2006
Arbeit & Soziale Gerechtigkeit. Die Wahlalternative. Kreisverband Bochum/Herne
Pressemitteilung - WASG unterstützt Freie Uni

Die Wahlalternative Arbeit und Soziale Gerechtigkeit (WASG), Kreisverband Bochum/Herne erklärt sich solidarisch mit der Freien Uni Bochum.

Eine gewaltsame Räumung des besetzten Gebäudes sollte keine ernsthafte Option der Uni-Verwaltung sein. Wir fordern daher das Rektorat der RUB auf, nicht nur eine gewaltfreie Lösung anzustreben, sondern auf die Belange der Beteiligten einzugehen. Der gerechtfertigte Protest gegen die Studiengebühren, die Besetzung des leer stehenden Querforums West und die alternativen Veranstaltungsangebote der Freien Uni können nicht isoliert voneinander gesehen werden. Für das bunte Treiben an der RUB und in Bochum ist die Freie Uni ein unverzichtbarer Bestandteil.

Die WASG begrüßt ausdrücklich, dass mit der FUB ein Freiraum geschaffen wurde, in dem selbstverwaltetes Leben und Studieren wenigstens in Ansätzen möglich ist. Alternative Inhalte, selbstbestimmtes Lernen und gemeinsamer Widerstand gegen Studiengebühren sind heute wichtiger denn je. Bildung darf keine Ware werden, die Studieninhalte dürfen nicht dem neoliberalen Mainstream unterworfen werden.

Eine andere Uni ist möglich! Bildung für alle - und umsonst!


18.12.2006
AStA der Uni Münster
AStA verurteilt geplante Räumung

Der AStA der Uni Münster verurteilt die geplante Räumung der „Freien Uni Bochum“ und fordert nachdrücklich ihren Erhalt.

Das „Querforum“ ist seit dem 22. Mai 2006 von Studierenden besetzt und ist zu einem festen Bestandteil der Protestbewegung gegen Studiengebühren geworden. Der Vorwurf des Kanzlers und des Rektors, die Mitglieder der „Freien Uni Bochum" seien eine Brandgefahr, hält der AStA für nicht tragbar. Brandgefahr war beinahe auf jeder Rektoratsbesetzung ein Räumungsargument. Selbst bei der Schlossbesetzung in Münster. „Ich selbst habe mehrere Studierende dort kennen und schätzen gelernt. Zu unterstellen, dort würden keine Studierenden mehr leben, ist eine glatte Lüge. Das Gegenteil ist der Fall. Auch wird dort konstruktiv gearbeitet und regelmäßig finden dort alternative Veranstaltungen statt. Zu behaupten, dort würden „nur“ Partys gefeiert, ist unverschämt und entspricht nicht den Tatsachen“, kommentiert Jörg Rostek, Referent für Öffentlichkeit des AStA der Uni Münster, das Geschehen in Bochum. „Immer war es erfrischend zu sehen, dass Leute sich für eine freie und kostenlose Bildung einsetzen, ja, sogar persönliche Unbequemlichkeiten und Risiken in Kauf nehmen, um ihrem Ziel näher zu kommen.“

Die „Freie Uni Bochum“ ist zu einem Symbol geworden. Ständig finden dort Vernetzungstreffen statt, auf denen Studierende Erfahrungen und Pläne austauschen. Wenn sie nicht mehr ist, wird den Studierenden eine wichtige Anlaufstelle fehlen. Selbst der bundesweite „Studentische Akkreditierungspool“, der eingeführt wurde, um bundesweit vergleichbare Qualität zwischen gleichen oder ähnlichen Studiengängen an verschiedenen Hochschulen, im Zuge der Bachelor- und Masterumstellungen, zu garantieren, kehrte dort ein und hielt Veranstaltungen ab. Deshalb fordert der AStA der Uni Münster ihren Erhalt.


18.12.2006
LabourNet Germany
LabourNet solidarisiert sich mit der Freien Uni!

Weitere Infos auf der FUB-Sonderseite.


18.12.2006
AStA der Ruhr-Universität Bochum
Presseinformation, Ressort: Politik/Lokales/Hochschul- und Bildungspolitik

Rektorat stellt Freier Uni Ultimatum - AStA fordert Fortsetzung der Verhandlungen

Die Entwicklungen rund um die Freie Universität Bochum spitzen sich dramatisch zu. In einem Gespräch am heutigen Montag zwischen VertreterInnen des AStA und der FUB mit dem Rektorat zeigte sich, dass die Hochschulleitung nicht bereit ist weiter zu verhandeln.

Stattdessen wurde den Aktiven in der FUB ein Ultimatum gestellt: Bis heute, 14 Uhr soll das Querforum West geräumt werden.

Nachdem VertreterInnen des AStA und der FUB im Vorfeld zugesagt worden war, gemeinsam einen alternativen Raum und damit eine für alle Seiten befriedigende Lösung zu finden, schlägt das Rektorat nun einen fatalen Kurswechsel ein. In einem offenen Brief an die „Gruppe FUB“; scheint es, als solle der legitime Protest gegen Studiengebühren kriminalisiert werden. Eine der im offenen Brief formulierten Forderungen ist bereits erfüllt worden: Die FUB hat sich offiziell als „Vereinigung von Mitgliedern an der RUB“ in die Matrikel eingetragen.

Auch ein Raumangebot seitens des Rektorats liegt nun vor. Kurioserweise bietet der Rektor den Aktiven der FUB das AusländerInnen-Zentrum (AZ) hinter dem KulturCafe an, ein Raum der bereits seit langem von der Studierendenschaft genutzt wird. „Der Vorschlag den ausländischen Initiativen einen Raum zu entziehen, um ihn der FUB zur Verfügung zu stellen, ist im Hinblick auf die vorangegangenen Gespräche eine Zumutung“; erklärt die AStA-Vorsitzende Stefanie Konetzka. „Hier sollen offensichtlich die unterschiedlichen studentischen Initiativen gegeneinander ausgespielt werden“ so Konetzka weiter.

Unklar ist bis jetzt, was nach dem Ablauf der Frist geschehen wird. Weder der Rektor, noch der Pressesprecher der RUB, wollen sich dazu äußern. Im Moment ist jedoch nicht auszuschließen, dass das Quer Forum West gewaltsam durch die Polizei geräumt werden wird.

Der AStA unterstützt weiterhin das erfolgreiche Projekt Freie Uni und fordert die Universität auf, die Gespräche fortzusetzen und auf eine konstruktive Lösung hinzuarbeiten.


18.12.2006
Attac Campus Bochum
Solidarität mit der Freien Uni Bochum - die FUB muß bleiben!

Attac Campus Bochum solidarisiert sich mit der seitens des Rektorats von der Räumung bedrohten Freien Uni Bochum. Die FUB hat sich seit ihrer Gründung zu einem Raum für kritische Wissenschaft, selbstbestimmtes Lernen und auch studentischer Kultur entwickelt, für die es bisher auf dem Campus wenig Platz gegeben hat. Wie die Reaktion des Rektorats, sich mit vorgeschobenen Brandschutzargumenten einer kritischen Gruppe zu entledigen, zeigt, wird der Protest der AktivistInnen der FUB auch durchaus ernst genommen. Wenn das Rektorat nun versucht, in „gute FUB“ und „böse HausbesetzerInnen“ zu trennen, wollen wir doch daran erinnern, daß es sich beim Querforum West an ein für sehr viel öffentliches Geld gebautes Gebäude handelt, welches ohne die FUB leer stehen würde und durch die BesetzerInnen wieder sinnvoll genutzt wird. Warum sollten sich StudentInnen nicht nehmen, was ihnen sowieso gehört?

Solidarische Grüße, Attac Campus Bochum


17.12.2006
Aktionsbündnis gegen Studiengebühren
ABS verurteilt Angriff auf Freie Universität Bochum

Rektorat will besetztes Mensagebäude räumen lassen

Am 15.12.2006 erhielten die Aktiven der Freien Universität Bochum (FUB) überraschend einen Brief, unterschrieben von Rektor Elmar Weiler und Kanzler Möller von der Ruhr-Universität-Bochum (RUB), in dem die sofortige Räumung der FUB gefordert wird. Als Grund für die Räumungsaufforderung wurde ein fehlerhafter Brandalarm genannt.

Bis vor wenigen Tagen hieß es noch seitens der Universitätsleitung und des Studentenwerks Bochum, dass die BesetzerInnen bis April 2007 im besetzten Mensagebäude geduldet werden. Darüber hinaus beantragten die Aktiven der FUB vor wenigen Tagen, eine Vereinigung in die Matrikel der Hochschule eintragen zu lassen. Das für vergangenen Montag angekündigte Angebot, den Studierenden Alternativräumlichkeiten zur Verfügung zu stellen, ist bis heute nicht eingelöst. Stattdessen soll nun offensichtlich das in dieser Form bundesweit einmalige Zentrum für selbstorganisierte studentische Kultur und Wissenschaft zerschlagen werden.

„Bei Einbruch der niedrigen Temperaturen in diesem Jahr wurde den Studierenden in der FUB zuerst zugesagt, die Heizung im besetzten Mensagebäude würde instand gesetzt. Später hat die Hochschulleitung den Aktiven alternative Räumlichkeiten versprochen. Beides wurde nicht eingehalten. Offensichtlich ist dem Rektorat der RUB jedes Mittel recht, junge Menschen, die sich für ihre Rechte einsetzen und ihre Freizeit dafür opfern, eine Alternative zu den aktuellen Entwicklungen an den Hochschulen auf die Beine zu stellen, zu vertreiben." so Christiane Schmidt, Geschäftsführerin des Aktionsbündnis gegen Studiengebühren. „Ich war selbst vor einigen Tagen vor Ort, um einen Vortrag zu halten, und war von der Vielfältigkeit des Programms der FUB höchst beeindruckt. Nachdem die Aktiven sich mit Elektroheizungen beholfen haben, da die Zentralheizung nach wie vor nicht funktioniert, hat man ihnen sogar damit gedroht den Strom abzustellen. Alles deutet darauf hin, dass die Studierenden aus der FUB herausgeekelt werden sollen. Ein solch repressives Verhalten seitens der Hochschulleitung ist aufs schärfste zu verurteilen."

„Das Aktionsbündnis gegen Studiengebühren solidarisiert sich mit den Aktiven der FUB, die sich im Kampf gegen soziale Ungerechtigkeiten engagieren. Auch wir rufen alle UnterstützerInnen der Freien Universität Bochum dazu auf, zum Bochumer Campus zu fahren und durch ihre Anwesenheit die Freie Uni zu stärken." so Fredrik Dehnerdt, Geschäftsführer des Aktionsbündnis gegen Studiengebühren. „Wir wünschen den Studierenden vor Ort ausreichend Durchhaltevermögen."

Bei Rückfragen wenden Sie sich an Christiane Schmidt 0163-7590841
Fredrik Dehnerdt 0163-7590842


Studierende der Uni Hamburg
Solidarität aus Hamburg

Liebe Kommilitonen,

Die Studentenproteste in den letzten Monaten konnten die Einführung von Studiengebühren in vielen Bundesländern nicht verhindern und waren dennoch unendlich wichtig! Niemand hatte gedacht, dass sie so grundsätzlich und nachhaltig werden würden. Ihr, liebe Aktive der FUB, habt mit der Gründung der Freien Universität ein wichtiges Zeichen gesetzt. Der Protest muss weitergehen! Wenn nicht wir die Verantwortung für unser Handeln übernehmen, wer dann? Die Einführung von Studiengebühren ist ein Beispiel für einen gesellschaftlichen Paradigmenwechsel. Anstatt den Hochschulen als Zukunft sichernde Bildungseinrichtungen dieser Bedeutung entsprechend staatlich zu finanzieren, werden sie künftig zu einem guten Teil ihre Mittel über Gebühren, also aus den privaten Haushalten holen müssen. In den historisch anderes fundierten Stiftungs- und Mäzenatemkulturen der angloamerikanischen Hochschulsysteme liegen dafür andere Voraussetzungen vor. Bei uns hat ein solches Entstaatlichungsprogramm keine Perspektive, weil der leistungsfähige und leistungswillige private Gegenpol fehlt. Der Aufbau solcher Strukturen, hat, am Beispiel der amerikanischen Stanford University über 30 Jahre gedauert. In den unionsregierten Ländern sollen nun Fakten geschaffen werden, die Lasten einseitig auf die Schultern der Studenten verschieben, ohne Unterbau und gesellschaftliche Anreizsysteme. Genauso wenig wie man zum Auto wird, wenn man in der Garage steht, genau so wenig wird man zum Kunden der Universität, wenn man Studiengebühren bezahlt. Soziale Auslese und Ausgrenzung, wie mehrfach beschrieben erhöhen weder den Anteil der Studierenden, noch bilden sie den fruchtbaren Humus für Innovation, ganz im Gegenteil, sie gefährden den sozialen Konsens in der Gesellschaft. Eine Kundenbeziehung setzt auch Rechte und Beteiligung der Studenten voraus. Das pateranalistische Modell der zentralistischen Steuerung durch das Wissenschaftsministerium Baden-Württembergs, wie jetzt mit der Landeshochschulgesetznovelle verabschiedet, lässt den Hochschulen einen ähnlich freien Entscheidungsspielraum, wie den „Volkseigenen Betrieben“ der DDR. Mit echter Autonomie hat das nichts zu tun. Darüber hinaus ist die Beziehung zwischen Professoren und Studierenden keine paritätische Angebots- und Nachfragebeziehung. Professoren bzw. die Institution, die sie verkörpern, vergeben nach Examensprozeduren, die für alle möglichen subjektiven Einflüsse anfällig sind, akademische Grade. Wer hier erfolgreich sein will, tritt eben nicht widersprechend und fordernd und selbstbewusst, eben als Kunde auf. Es ist und bleibt eine hierarchische Beziehung, die den Studierenden qua definitionem die „schlechtere“ Position lässt. (vgl. auch Nachdenkseiten)

Solidartät mit allen, die sich auch weiterhin im Kampf gegen soziale Ungerechtigkeiten engagieren. Studiengebühren müssen verhindert werden - koste es was es wolle. Wir werden uns verantwortlich zeigen und uns gegen den Abbau der Sozialstaatlichkeit wenden.

Das Volk ist der Souverän und wir werden der Regierung klar machen müssen, dass sich das nicht geändert hat. Für freie Bildung und für soziale Gerechtigkeit! Ich hoffe, ihr habt dir Möglichkeit Stand zu halten und wünsche, dass ihr große Solidarität und Unterstützung erfahren werdet.

Solidarität aus Hamburg!


WASG/Linkspartei, Kreisverband Rhein-Sieg
Solidaritätsadresse an die Freie Uni Bochum

Liebe Freundinnen und Freunde,
Liebe Mitstreiter und Mitstreiterinnen,
liebe Studentinnen und Sudenten,

wir vom Vorstand der Linkspartei/WASG, Kreisverband Rhein - Sieg, begrüßen euer politisches Engagement, eine selbstverwalte, antibürgerliche, basisdemkoratisch organisierte Universität aufzubauen.

Wir verurteilen aufs Schärfste jeden Versuch des Rektorats und anderer interessierer Kräfte, den Aufbau eures vorbildlichen Gegenmodells zur bürgerlichen Einheitsbreiuniversität zu behindern.

Was ihr bisher geleistet habt, sollte auch ein Paradigma für andere Universitäten sein: schafft viele solcher freien und selbstverwalteten Universitäten. Öffnet sie für alle Studierenden, für Jungarbeitert, Auszubildende, für Alte, für Alleinerziehende.

Akademische Bildund darf kein Privileg für wenige sein - und erst Recht kein Handelsgut mit Warencharakter.

Bildung, so lautet unsere Forderung, soll jedem Menschen unendtgeltlich zur Verfügung stehen. Bildung und Wissen ist kein Luxus, sondern ein elementares Grundrecht.

Mit besten solidarischen Grüßen,

i.A. Wolfgang Huste, Pressesprecher der Linkspartei/WASG Kreisverband Rhein-Sieg

 
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